ich entwerfe Architektur, die mehr ist als Funktion- sie erzählt eine Geschichte.
Vom ersten Entwurf bis zu fertigen Planung entsteht jedes Projekt mit Liebe zum Detail, Sinn und Ästhetik und Fokus auf das wesentliche: ein Raum der Menschen inspiriert und langfristig begeistert.
Warum?
Weil gute Architektur Emotionen weckt- und Orte schafft, in denen man sich wirklich zuhause fühlt.
Es handelt sich um ein Objekt in Karlsruhe-Rüppurr. Das Gebäude wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts als Massivbau errichtet. Es besteht aus zwei Doppelhaushälften, die durch eine Wand getrennt sind. Die betroffene Doppelhaushälfte hat zwei Geschosse und zwei Eingänge: einen Haupteingang von der Nordseite und einen zusätzlichen Eingang im Westen, der zum Garten führt. Der bauliche Zustand wurde als schlecht eingestuft. Das über 100 Jahre alte, biberschwanzgedeckte Walmdach wies örtlich starke Beschädigungen auf, am Schornstein im Nordwesten waren Zerfallserscheinungen erkennbar und im Bereich der Fassade und des Gesimses wiesen starke Abplatzungen und Haarrisse auf.
Sanierungsumfang/ Ziel
Als Einzelmaßnahmen sind von den Bauherren erwünscht: Austausch alle alten Fenster und Rollladen gegen neue Holzfenster mit elektrischen Rollladen und Beseitigung der mögliche Wärmebrücken an den Fensterbänken. Austausch der alten Eingangstür gegen eine neue mit einem elektrischen Türöffner. Sanierung, Dämmung und Eindeckung des Walmdaches. Rückbau des bestehenden Kamines (1600x600) im Dachgeschoss. Aufbau des neuen Kamines (200x200) für Brennwerttechnikheizung. Sanierung und Ausbau des gesamten Dachbodens. Abbau und Verlegung der Stromzähler von DG im KG und Verlegung der Hauptstromleitung bis zu KG.
Dachausbau: Die Bilder zeigen den weiteren Ausbau des Dachgeschosses, das zu einem Atelier umgestaltet werden soll. Ursprünglich gab es zwei Räume: einen als Kinderzimmer und einen als Speicherraum. Letzterer hatte noch Lehmwände sowie alte Holzplatten und Holzdielen. Das Kinderzimmer diente als Durchgang zum Speicher.
Das Ziel war es, diese beiden Räume zu verbinden und einen lichtdurchfluteten, funktionalen Dachraum mit hoher räumlicher Qualität zu schaffen.
Ich gestalte Räume, die die Persönlichkeit ihrer Bewohner widerspiegeln.
Farbkonzepte, Licht und Material fließen zu einer harmonischen Komposition zusammen – individuell, klar und lebendig.
Warum?
Weil der Raum, in dem wir leben, unser Denken und Fühlen prägt – und Ästhetik immer Teil des Alltags sein darf.
Das Treppenhaus war in einem schlechten Zustand. Die Wandflächen waren mit Latexfarbe gestrichen, die alte Anstrichschicht wirkte massiv und düster. Die Farbe auf den Holzstufen und Podesten war abgetragen. Die Holzflächen wiesen Gebrauchsspuren und Verfärbungen auf. In der Bestandnische mit Abwasserleitung war es durch die Wärmebrücke stark verschimmelt. Es entstand ein bedrückender Gesamteindruck.
Ziel: Der neue Entwurf sollte Licht und Material in Einklang bringen und gleichzeitig den ursprünglichen Charakter des Hauses respektvoll bewahren.
Lösung: Durch das Abtragen der alten Latexfarben und die behutsame Sanierung der Holzbauteile wurde eine saubere, atmungsaktive Oberfläche geschaffen, die als Basis für das neue Farb- und Materialkonzept dient. Die Wand unter dem Fenster erhielt einen dezenten Salbeimint Farbe , während die übrigen Wände in neutralem Weiß gehalten wurden, um das natürliche Licht optimal zu reflektieren. Die Geländer- und Stufenelemente wurden in kontrastierendem Grau und Weiß neu gefasst – eine klare, zeitgemäße Interpretation der Bausubstanz. Ein grafisches Wandmotiv im unteren Bereich setzt einen künstlerischen Akzent und verbindet die architektonische Klarheit mit einer kreativen Gestaltung.
Der Flur im ersten Obergeschoss zeigte sich als schmaler, dunkler Schlauch. Der Bestand verdeutlicht die gestalterische Herausforderung schmaler Erschließungsräume: fehlende Lichtlenkung, dunkle Materialien und überladene Oberflächen führen zu einem gedrückten, unfreundlichen Raumeindruck und mindern die räumliche Qualität erheblich.
Ziel: Der schmale, dunkle Flur sollte zu einem hellen, freundlichen und optisch großzügigeren Erschließungsraum umgestaltet werden. Durch eine gezielte Wahl von Farben und Materialien sollte Licht gelenkt, Proportionen klarer definiert und eine ruhige, einladende Atmosphäre geschaffen werden.
Lösung: Die Wände erhielten eine Salbei-Mintfarbe, die Licht reflektiert und den schmalen Flur optisch erweitert.
Zusammen mit weißen Flächen entsteht ein klares, helles Raumgefühl.
Eine Glastür zum Bad bringt zusätzlich Tageslicht in den Flur, während der warme Parkettboden einen natürlichen Kontrast setzt und dem Raum Ruhe und Wohnlichkeit verleiht.
Ästhetik und Funktionalität spielen im Altbau, ob zum Wohnen oder Arbeiten, eine große Rolle. Denn Altbauten besitzen einen besonderen Charme. Ihre Architektur erzählt Geschichten über die verwendeten Materialien, Proportionen und Details.
Neben dieser ästhetischen Ausstrahlung stellen Altbauten auch funktionale Anforderungen an modernes Wohnen oder Arbeiten. Genau hier sehe ich für mich immer eine spannende Herausforderung: Ästhetik und Funktionalität miteinander zu verbinden.
Ästhetik bedeutet für mich an erster Stelle Charakter und Atmosphäre. Die Individualität von Räumen entsteht durch hochwertige Details, wie beispielsweise hohe Decken oder Flügeltüren. Wichtig ist, dass das Objekt seine Geschichte atmet. Für viele Menschen bedeutet das ein Gefühl von Zuhause, Geborgenheit oder Inspiration.
Funktionalität ist für mich eine Anforderung der Gegenwart. Trotz der Attraktivität von Altbauten müssen sie heutigen Ansprüchen an Komfort, Energieeffizienz und Technik genügen.
Das heißt für mich, den Charakter zu bewahren und gleichzeitig Funktionalität zu gewährleisten. Die Kunst besteht darin, diese funktionalen Verbesserungen so zu integrieren, dass der Charakter des Gebäudes erhalten bleibt.