kunst

"Architektur ist für mich eine faszinierende Disziplin und Ordnung, Kunst hingegen bedeutet für mich Freiheit der Fantasie".

Ich bin Svetlana Dineva...Künstlerin, Designerin, Architektin und Kreativdirektorin mit eigenem Atelier in Karlsruhe. Im Laufe meines Lebens habe ich ein Kunststudium und zwei unterschiedliche Architekturstudiengänge absolviert. Weil ich alle diese kreativen Disziplinen gleichermaßen liebe und die eine ohne die andere für mich nicht denkbar ist, bin ich immer auf der Suche nach Möglichkeiten und neuen Ideen, wie ich Kunst und Architektur miteinander verbinden kann. 

 

 

Ich möchte Menschen mit neuen Visionen und neuen Ideen aus dem Alltag entführen und sie anregen, sich auf das Schöne um uns herum zu konzentrieren.

 

 

 

2005–2014

Studium an der Fakultät für Architektur am KIT Karlsruhe, Abschluss als Dipl.-Ing. Architektur

 

1996–2002

Architekturstudium an der TH Saratov, Russland, Abschluss als Diplom- Architektin

 

1991–1995

Kunstakademie, Abschluss als Diplom- Designerin, Russland, Saratov

 

1990-1991

Privatunterricht für Aquarell und Zeichnen; bei Prof. Valerian Kamenskij, Russland, Volsk

 

1986-1990

 Staatliche Kunstschule für Kinder, Russland

 

 

 

 

Ich reise gerne durch die Städte Europas und dies gibt mir die Inspiration für meine Kunst.

Vor mir liegt ein weißes Blatt Papier und dann beginnt meine "Städtereise". Ich bin neugierig, was aus meinen Linien entsteht, weil ich frei aus dem Kopf zeichne. Sie belebt das weiße Blatt und ermöglicht mir meine Städte zu entwerfen. Ich markiere mit Bleistift, wo meine Perspektive anfängt und gebe ihr die erste Richtung. In meiner Grafik ist nicht alles nach geometrischen Regeln aufgebaut. Hier verbinde ich Phantasie mit  Architektur. Nach ein Paar leichten Bleistiftstrichen beginne ich mit dem Fineliner zu arbeiten.

Dann entsteht  ein Hauptobjekt oder mehrere gleichzeitig. Später, wenn das Fundament gelegt ist und alle meine Gebäude stehen, gehe ich ins Detail. Das hat für mich eine große Bedeutung. Hier kann ich meine Perfektion ausleben und mich richtig austoben.  Ich zeichne alles frei Hand. Viele fragen mich, ob es nicht anstrengend für mich ist, so feine Linien oder Schraffuren zu machen. Im Gegenteil, hier kann ich mich total entspannen. Das ist sehr meditativ. Die Konzentration beim Zeichnen der geraden Linien bringt mich in eine andere Dimension.

 

Städte überfliegen, Fineliner auf Papier, 60x80 cm

 

Jedes Bild beginnt in meinem Kopf und während des Prozesses entwickelt sich ein Dialog zwischen dem Bild und mir. Die Komposition und das Hauptmotiv sind mir sehr wichtig, alles andere entwickelt sich spontan. Mit dem Fineliner habe ich viel Kontrolle über die Linien, im Gegensatz zu meinem Motiv. Ich fühle mich frei, wenn mein Bild spontan entsteht. Ich liebe es, an kleinen Details zu arbeiten und mich dabei richtig zu entspannen.

 

 

 

Aquarell und Fineliner auf Papier, 21x29,7 cm

Kunst bedeutet für mich Ruhe ...

Kunst bedeutet für mich, frei von Kontrolle und grenzenlos in den Gedanken zu sein. Zahlreiche Wettbewerbe und Ausstellungen geben mir die Möglichkeit, Menschen anzusprechen und zu inspirieren. 

Das Bild stammt aus meiner Studienzeit, neunziger Jahre, Sommerpraktika, Pleinair-Malerei. Öl auf Karton.

Die klassischen Mal- und Zeichentechniken habe ich während meines Kunststudiums erlernt.

Es waren vier wunderschöne Jahre mit tollen Dozentinnen und Dozenten, die mir die klassischen Mal- und Zeichentechniken beigebracht haben. Schon damals entdeckte ich meine Liebe zur Aquarellmalerei und Grafik. 

 

Das Gebäude der Kunstakademie

Die getrockneten Rosen waren tatsächlich von meinem damaligen Freund. Das war in den Neunzigern und ich saß in der Küche meiner Oma und malte diese Rose. Ich wollte alle Maltechniken ausprobieren und üben.  Diese Technik heißt Nass-in-Trocken-Aquarell oder Lasurtechnik. Sie eignet sich sehr gut für Details.  Nach dem Unterricht habe ich jeden Tag zu Hause gemalt und gezeichnet. Alles, was mir einfiel, brachte ich zu Papier. So auch die getrockneten Rosen von Ex.

Rosen vom Ex, Aquarell auf Papier

2018 habe ich die Liebe zur Fingermalerei entdeckt. Ich male sehr gerne mit der linken Hand, obwohl ich Rechtshänderin bin. So drücke ich meine Gefühle aus, ohne mich auf die Maltechnik zu konzentrieren. Beim Fingermalen mit der linken Hand spüre ich mein Herz. Dadurch kann ich entspannen und regenerieren. In diesen Momenten verbinde ich mich mit etwas, das größer ist als unser begrenzter Verstand. Dann finde ich mein Selbst und erlebe innere Freiheit.

Herbst, Fingermalerei mit der  linken Hand, Acryl auf Papier, 50 X 70 cm

 

Im Dezember 2022 wurde ich an den Augen operiert. Meine Dioptrien gingen immer weiter zurück und ich musste eine Lesebrille tragen. Das alles hat mich zu diesem Entschluss gebracht. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, was auf mich zukommen würde, wie viele Wochen ich warten musste, bis sich meine Augen regeneriert haben. Ich hatte keine Geduld. Ich konnte noch nicht 100 Prozent sehen. Dann begann ich zu malen. Dadurch, dass meine Augen noch nicht 100 % sehen konnten, konnte ich mich auf das Wesentliche konzentrieren. Ich konnte die Details noch nicht sehen und das war das Schönste daran. Licht, Schatten und Farben standen im Mittelpunkt und plötzlich war das ein ganz anderer Stil von mir. Mein Fokus waren die Farbflächen, ich malte einfach Farben. So ist's entstanden.